Mit Beginn des neuen Schuljahres hat Herr Jochen Doufrain die Leitung der St. Ursula-Schule in Geisenheim übernommen. Er tritt damit die Nachfolge der langjährigen Schulleiterin, Frau Brigitte Lorenz, an und führt die traditionsreiche katholische Schule im Rheingau als beauftragter Schulleiter in eine neue Phase ihrer Entwicklung.
Breite Erfahrung in Schule und Musik
Herr Doufrain bringt langjährige Erfahrung sowohl im schulischen als auch im musikalischen Bereich mit. Nach seinem Studium der Schulmusik, Kirchenmusik und Germanistik war er viele Jahre als Lehrer tätig und übernahm verschiedene Leitungsfunktionen, unter anderem als Studienleiter am Gymnasium Eltville. Von 2014 bis 2020 arbeitete er zudem im Hessischen Kultusministerium, wo er landesweit Programme im Bereich Musik und Bildung koordinierte.
Neben seiner Tätigkeit als Pädagoge ist Herr Doufrain im Rheingau auch als Musiker und Chorleiter bekannt: Er gründete den Rheingauer Kinder- und Jugendchor sowie das Ensemble chorART Rheingau, mit denen er zahlreiche Konzerte gestaltete. Seine Liebe zur Musik spiegelt sich auch in seiner pädagogischen Haltung wider: Zuhören, aufeinander achten und im gemeinsamen Rhythmus wirken – das sind für ihn Prinzipien, die Schule und Musik gleichermaßen prägen.
„Alles, was ihr tut, das tut von Herzen“
In seiner Rede zur Gesamtkonferenz griff Herr Doufrain ein Leitwort aus dem Kolosserbrief auf: „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen.“ Kolosser, 3,23
Dieses Zitat bildete das Fundament seiner Ansprache. Er schlug dabei den Bogen zu den Herausforderungen unserer Zeit, insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Digitalität. Gerade in einer Welt, die immer stärker von Technik bestimmt ist, sei es wichtig, das Herz nicht aus dem Blick zu verlieren. „Das pädagogische Herz“, so betonte er, „bleibt der Kern unseres Handelns. Nur wenn wir mit innerer Überzeugung und echtem Engagement für unsere Schülerinnen und Schüler da sind, können wir sie wirklich begleiten und stärken.“
Der Taktstock als Symbol
Auch im Eröffnungsgottesdienst des Schuljahres setzte Doufrain ein starkes Bild: Er nahm den Taktstock als Symbol für seine neue Aufgabe. Als Dirigent sei er zwar dafür verantwortlich, den Takt anzugeben und das Ganze zusammenzuhalten, entscheidend aber sei, dass alle Beteiligten aufmerksam zuhören – auf den Takt, aufeinander und auf die gemeinsame Musik. So appellierte er an die Schulgemeinschaft, auch im schulischen Miteinander dieses Prinzip zu leben: einander wahrnehmen, einander zuhören und gemeinsam den Einklang suchen.
Mit Herz und Kurs – das Schiff St. Ursula
Die St. Ursula-Schule wird seit jeher gerne als Schiff verstanden, das gemeinsam von Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern durch die Zeit gesteuert wird. Mit der Übernahme der Schulleitung hat Jochen Doufrain nun gewissermaßen das Steuerrad in die Hand genommen. Sein Ziel ist es, das Schiff St. Ursula sicher durch die Gewässer der Gegenwart zu führen – mit festem Kurs, einem offenen Ohr für die Mannschaft und einem klaren Blick für die Horizonte, die vor uns liegen.
„Miteinander Schule gestalten“
In seiner neuen Aufgabe als beauftragter Schulleiter betont Herr Doufrain die Bedeutung von Teamarbeit und einem offenen Miteinander:
„Schule ist für mich ein gemeinschaftlicher Ort des Lernens, an dem junge Menschen in ihrer ganzen Persönlichkeit gefördert werden. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Kollegium, den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern die Zukunft der St. Ursula-Schule zu gestalten.“
Mit seiner Doppelkompetenz als erfahrener Pädagoge und leidenschaftlicher Musiker möchte Herr Doufrain die St. Ursula-Schule sowohl in ihrer pädagogischen als auch in ihrer kulturellen Profilierung stärken. Sein Start im neuen Amt wurde von der gesamten Schulgemeinde herzlich aufgenommen. Kollegium, Eltern und Schülerinnen und Schüler wünschen ihm viel Kraft und Freude für die kommenden Aufgaben – und dass es gelinge, die St. Ursula-Schule in der Nachfolge von Brigitte Lorenz mit Herz, Taktgefühl und sicherer Hand am Ruder weiterzuführen.