Erasmus Austausch 2025 Kilcullen – Geisenheim
Nach fast einem halben Jahr Warten und Vorfreude war es Anfang September endlich soweit: Die irischen Schülerinnen und Schüler, sowie ihre Lehrkräfte kamen zum Gegenbesuch des Erasmus Austausches, zwischen dem Cross and Passion College Kilcullen und der St. Ursula-Schule, nach Geisenheim.
Die späte Ankunftszeit der irischen Besucher an der Schule tat der Wiedersehensfreude keinen Abbruch, auch wenn die Reisestrapazen und die späte Uhrzeit durchaus zu bemerken waren. Wie damals, als wir, die deutschen Austauschschülerinnen und Schüler, Ende März in Irland waren, so war auch beim Gegenbesuch Anfang September in Deutschland das Thema, um das sich alles drehte, Sport und Freizeit. Dementsprechend starteten wir in diese aufregende Woche am Montag mit einer ersten Phase unserer Projektarbeit. Besonderer Fokus lag dieses Mal darauf, dass die irischen Gäste die deutsche Sprache übten, um sicherer und vertrauter damit umzugehen. Über simple Alltagsgespräche und dem Austausch über Hobbys und Familie, bis hin zu Fragen bezüglich des späteren Berufswunsches versuchten wir die Iren, mehr mit der deutschen Sprache vertraut zu machen und es entstanden viele bereichernde Unterhaltungen. Da wir in Irland besonders spannend fanden, den Unterricht dort kennenzulernen und mitzuerleben, nahmen wir unsere Austauschschüler später mit in unseren Englischunterricht, bevor am Nachmittag noch ein gemeinsamer Rundgang durch Geisenheim stattfand. Den ersten gemeinsamen Tag in Deutschland ließen wir bei einem
gemeinschaftlichen Abendessen ausklingen. Das besonders Schöne und auch Spannende war, dass hier bereits deutlich wurde, dass sich Kontakte auch über die einzelnen Austausch-Paare hinweg knüpften und jeder mit jedem mal ins Gespräch kam. Dienstags trotzten wir dem schlechten Wetter und wanderten in gesprächiger und harmonischer Runde durch die Wälder von Rüdesheim und absolvierten die Ring-Tour. Eine besonders schöne Erfahrung für uns alle, denn die Begeisterung der Iren über unsere Landschaft und Heimat war auch für uns sehr schön wahrzunehmen. Vor allem hier merkte man diesen speziellen Austauschgedanken – die Besonderheiten anderer Länder und Kulturen kennenzulernen aber eben auch anderen Menschen die eigene Heimat und Umgebung vorzustellen und sie vielleicht nochmal mit neuen Augen zu sehen. Mittwochs hatten wir die Chance, weitere Einblicke in unseren Schulalltag zu geben und nahmen die Iren mit zu verschiedenen Kursen und Fächern. Vor allem die Nachmittage wurden oft in den Gastfamilien genutzt, um mehr von der Region zu zeigen, Austauschschüler vereinzelt auch mit zu Freizeitaktivitäten zu nehmen und ihnen einen Einblick in den Alltag einer deutschen
Schülerin / eines deutschen Schülers zu geben. Gerade durch diese Zeit lernte man seine/n Austauschpartner/in immer mehr kennen. Ein Highlight für uns alle war der Ausflug am Donnerstag in die Multi Sports Arena nach Wallau. Hier hatten wir die Möglichkeit, ganz im Sinne des Mottos und der Projektarbeit, uns sportlich auszuprobieren und die Sportarten Paddeltennis, Badminton und Beachvolleyball auszuprobieren. Bei allen Sportarten entstanden im Laufe des Vormittags immer wieder bunt gemischte Teams aus deutschen und irischen Schülerinnen und Schülern, aber auch die Lehrkräfte spielten mit und sorgten für ein tolles Miteinander. Die Freizeit, die wir danach in Wiesbaden verbrachten, genossen wir alle sehr, bevor es am nächsten Tag schon wieder Abschied nehmen hieß. Bevor es allerdings soweit kam, machten wir uns mit allem Gepäck auf den Weg nach Frankfurt, wo etwas Freizeit und eine Stadtrallye zum Abschluss auf dem Programm standen. Spielerisch und kreativ hatten wir die Möglichkeit, Frankfurt mal anders kennenzulernen und wurden für ca. 3 Stunden mit IPads ausgestattet auf die interaktive Rallye geschickt. Von Foto-Challenges über Filmszenen nachstellen war alles dabei und es entstanden unvergessliche Momente. Gegen Nachmittag hieß es dann endgültig Abschied nehmen, auch wenn die Zeit in dieser Woche viel zu schnell verflogen war. Vor der Frankfurter Hauptwache gab es ein letztes Gruppenbild mit der, für uns mittlerweile schon als Fotosignal bekannten, Erasmusfahne, bevor sich die Wege endgültig trennten. Auch wenn es nur jeweils eine kurze Woche in Irland und in Deutschland war, entstanden viele Freundschaften und Bekanntschaften, die vielleicht sogar über den Austausch hinweg bestehen bleiben. Was nach diesem vollen Erfolg des Austauschs auf jeden Fall bestehen bleibt, ist das Erasmus Programm mit dem Cross and Passion College. Somit haben auch die nächsten zehnten Klassen die Chance auf ein „meeting across borders“ ...
Lena Sickold (E)