
In unserem TUN-Kurs der 10. Klasse haben wir über verschiedene Möglichkeiten gesprochen, wie wir als Kurs unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Im Zuge dessen entstand bei uns der Wunsch, die Umwelt vom Müll zu befreien und sie generell ein Stück sauberer zu machen. Wir haben uns als Gruppe dafür entschieden – ähnlich wie bei städtischen Aktionen, wie dem RhineCleanUp – Müll am Rheinufer in Geisenheim zu sammeln.
Für unsere Müllsammelaktion wählten wir den Rhein als Ort, da dieser ein wichtiges Ökosystem für diverse Pflanzen- und Tierarten ist und sauber gehalten werden sollte. Insgesamt konnten wir innerhalb von circa einer Stunde zwei große Müllsäcke füllen. Der meiste Müll waren Plastikverpackungen und Zigarettenstummel. Die Müllsammelaktion war ein voller Erfolg und wir konnten aktiv zur Sauberkeit des Rheinufers beitragen.
Zusätzlich war es uns wichtig, während der Aktion auf die Bedeutung von Umweltschutz und Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen. Viele Mitarbeitende des Bauhofs der Stadt blieben stehen, stellten Fragen oder bedankten sich für unseren Einsatz. Dadurch sprachen wir mit ihnen über Themen wie Müllvermeidung, Recycling und den verantwortungsvollen Umgang mit Müllprodukten.
Besonders aufgefallen ist, wie stark Mikroplastik und achtlos weggeworfene Einwegprodukte das Rhein-Ufer belasten. Solcher Müll gefährdet Tiere, die ihn fressen oder sich darin verfangen könnten. In etwas wagemutigen Klettermanövern gaben wir uns Mühe, den Müll auch am Uferrand und zwischen den teils rutschigen Steinen zu bergen. Das kann man auch anhand der beiden Fotos erkennen. Solche Sammelaktionen könnten auch regelmäßiger stattfinden, um den Schaden für das Ökosystem zumindest teilweise zu verhindern bzw. einzudämmen. Noch besser wäre es aber natürlich, wenn der Müll erst gar nicht achtlos in die Natur geworfen würde.
Darüber hinaus stärkt gemeinsames Müllsammeln das Bewusstsein jeder einzelnen Person, indem selbst die Verschmutzung erlebt wird und man somit aufmerksam und achtsam dafür wird, wie schlimm die Verschmutzung der Umwelt wirklich ist. Die Zusammenarbeit in der Gruppe förderte außerdem das Gemeinschaftsgefühl und zeigte, wie viel man erreichen kann, wenn alle mit anpacken.
In Zukunft wünschen wir uns, dass mehr Menschen solche Projekte machen und aktiv den Müll aus der Umwelt schaffen, um für nachfolgende Generationen eine saubere Welt mit genauso guten Bedingungen wie für uns zu sichern.
Insgesamt war die Müllsammelaktion nicht nur praktisch erfolgreich, sondern auch ein wichtiger Schritt, um langfristig ein stärkeres Umweltbewusstsein in unserer Region zu schaffen.
Von Frederik Adam, Paul Oswald, Linus Bielen, Finnley Schneider