Wer frisst die Kirschessigfliege? – Biologie-Leistungskurse forschen an der Hochschule Geisenheim

Wer frisst die Kirschessigfliege? – Biologie-Leistungskurse forschen an der Hochschule Geisenheim

Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii), die mit ihrem gezähnten Legebohrer gesunde, weiche Früchte ansticht und dort ihre Eier ablegt, stellt Landwirtschaft und Forschung vor große Herausforderungen. Doch welche natürlichen Feinde können dazu beitragen, diesen Schädling einzudämmen? Mit genau dieser spannenden Fragestellung beschäftigten sich die beiden Leistungskurse Biologie der Q2 von Frau Dr. Schmidt und Frau Schwarz bei einem Besuch an der Hochschule Geisenheim.

Unter der fachkundigen Betreuung von Herrn Dr. Selim nahmen die Schülerinnen und Schüler an einem praxisnahen PCR- und Gel-Elektrophorese-Praktikum teil, das theoretische Inhalte mit eigenständigem Arbeiten im Labor verknüpfte. Im Mittelpunkt stand die Untersuchung von vier potenziellen Räubern der Kirschessigfliege: Marienkäfer, Spinne, Wanze und Ohrenkneifer. Ziel war es, mithilfe molekularbiologischer Methoden herauszufinden, in welchem dieser Tiere sich die DNA von Drosophila suzukii nachweisen lässt – und somit zu bestimmen, welches Insekt tatsächlich als Räuber infrage kommt.

Nach einer fundierten theoretischen Einführung lernten die Schülerinnen und Schüler zunächst den sicheren und präzisen Umgang mit Eppendorfpipetten. Anschließend stellten sie selbstständig einen Mastermix für die PCR her, führten die Polymerase-Kettenreaktion durch und werteten die Ergebnisse mithilfe der Gel-Elektrophorese aus. Besonders spannend war der Moment, als die DNA-Banden im Gel sichtbar wurden und die zuvor formulierte Fragestellung experimentell beantwortet werden konnte.

Der Besuch an der Hochschule Geisenheim bot den Schülerinnen und Schülern nicht nur einen anschaulichen Einblick in moderne molekularbiologische Arbeitsweisen, sondern zeigte auch, wie schulische Lerninhalte in aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen Anwendung finden. Das Zusammenspiel aus Theorie und Praxis machte den Vormittag zu einer besonders motivierenden Erfahrung und ermöglichte einen realitätsnahen Einblick in das Arbeiten auf Hochschulniveau.

Annette Schwarz

 

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