Am 5. und 6. Februar unternahm der Chemie-GK der Jahrgangsstufe Q2 im Zuge eines weinanalytischen Laborpraktikums eine Exkursion an die Hochschule Geisenheim.
In der Schule hatten wir bereits beobachten können, wie unser Apfel- und Johannisbeersaft nach Zugabe von Hefe kräftig Kohlenstoffdioxid produzierte. Auch beim Schnuppern am Kolben waren wir uns sicher: „Da ist Alkohol entstanden.“ Aber, war das auch so? Und war denn noch Zucker im Kolben übrig?
Mit diesen Fragen waren wir bei Frau Prof. Dr. May und ihrem Team an der Hochschule Geisenheim natürlich genau richtig!
An insgesamt drei Stationen wurde der Zuckergehalt, der pH-Wert, die titrierbare Gesamtsäure, die flüchtige Säure und der Alkoholgehalt des selbsthergestellten Weins bestimmt. Hierfür musste, besonders beim Pipettieren mit den Howorka-Bällen, immer wieder handwerkliches Geschick unter Beweis gestellt werden. Dank der guten praktischen Anleitung und der guten theoretischen Begleitung durch Frau Prof. Dr. May und ihrer Mitarbeiterinnen konnten die Schülerinnen und Schüler jede Station eigenständig bearbeiten.
An einer weiteren Station wurde zusätzlich der Gesamtgehalt an schwefliger Säure in einem gekauften Apfelwein bestimmt. Die schweflige Säure ist ein Lebensmittelzusatzstoff, welcher zur Konservierung von industriell hergestelltem Apfelwein verwendet wird und demzufolge in den selbsthergestellten Weinen nicht enthalten war.
Was ein Glück! Der selbsthergestellte Apfelwein erfüllte erfreulicherweise alle gesetzlichen Vorgaben und hätte ohne Bedenken in den Verkauf gehen können.
Wir bedanken uns recht herzlich bei Frau Prof. Dr. May und ihrem Team für den ereignisreichen Tag an der Hochschule und möchten auch das Geruchsquiz, das uns viel Freude bereitet hat, nicht unerwähnt lassen. Der Vormittag war eine große Bereicherung des Chemie-Unterrichts und wir freuen uns auf weitere Praktikumstage.