Besuch der Synagoge

Besuch der Synagoge

Am 18.03.26 besuchte die Jahrgangsstufe 8 mit den Religionslehrkräften Frau Beetz, Herrn Braun, Frau Gruhne und Frau Gärtner  zentrale Orte jüdischen Lebens in Wiesbaden. Beim Besuch der Synagoge in der Friedrichstraße führte der Leiter des Jüdischen Lehrhauses, Herr Steve Landau, mit den Schülerinnen und Schülern ein informatives Gespräch über die Synagoge als religiösen Ort der jüdischen Gemeinde in der Gegenwart. Frau Dr. Katherine Lukat, die Leiterin des Stadtarchivs, begleitete die Religionsgruppen zur Gedenkstätte in der Coulinstraße. Dort stellte sie den Schülerinnen und Schülern anschaulich die bis zu den Novemberpogromen 1938 größte Synagoge Wiesbadens vor und ließ die Gedenkstätte als Erinnerungsort an die von den Nationalsozialisten ermordeten Wiesbadener Juden und Jüdinnen lebendig werden.

Wie die Schülerinnen und Schüler den Tag erlebt haben, zeigen exemplarisch einige Rückmeldungen aus der Nachbereitung im Unterricht:

„Es war spannend, eine Synagoge von innen zu sehen“ (Mia K.)

„Der Ausflug in die Synagoge war sehr interessant. Wir haben dort Thorarollen im Thoraschrein in echt gesehen.“ (Ben)

„Wir durften eine Kippa tragen.“ (Noah)

„Es waren sehr viele neue Eindrücke. Ich hätte von außen nicht erkannt, dass es in Wiesbaden in der Friedrichstraße eine Synagoge gibt, da sie sehr versteckt in einem Hinterhof liegt. Innen fand ich die bunten Fenster, über die wir viel Neues gelernt haben, und den Toraschrein besonders schön.“ (Leandra)

„Besonders informativ fand ich die Tatsache, dass die Gedenkstätte an genau dem Ort steht, an dem vorher die alte Wiesbadener Synagoge stand, die später zerstört wurde. Auf dem Boden konnte man den Grundriss erkennen, was auch sehr spannend war.“

„Ich denke noch an die über tausend Namen der von den Nationalsozialisten ermordeten Wiesbaden Juden und Jüdinnen, die auf den Tafeln an der Gedenkstätte in der Coulinstraße  stehen. Es war erschreckend zu sehen, dass auch sehr viele (kleine) Kinder dabei waren.“ (Theodora)

„Ich fand es auch interessant, dass man die Namen der Menschen, die gestorben sind, in den Stein eingraviert hat.“ (Jule)

„Für mich persönlich war es traurig zu erfahren, wie viele jüdische Kinder und Jugendliche auch heute Angst haben, ihren Glauben frei zu leben oder sogar Polizeischutz benötigen“. (Emilia)

„Es war ein sehr schöner Tag mit sehr gastfreundlichen Begegnungen, an dem ich viel Neues gelernt habe“ (Clara)

Angelika Beetz und Martina Gärtner

 

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