Mit Gottes Segen

Mit Gottes Segen

Jochen Doufrain feierlich zum Schulleiter berufen

Mit einem Gottesdienst und einer akademischen Feier voller Musik hat die St. Ursula-Schule Geisenheim am 25. September 2026 ihren Schulleiter Jochen Doufrain in seinem neuen Amt begrüßt. Die Stimmung war würdig, freudig und von großem Respekt getragen.

Seit Beginn dieses Schuljahres leitet Jochen Doufrain die St. Ursula-Schule dauerhaft. Der Lehrer für Deutsch und Musik ist weit über die Schule hinaus als Chorleiter bekannt. Mit dem neuen Amt erreicht er den Höhepunkt eines Berufslebens, das er der Bildung, der Musik und den Menschen gewidmet hat. Um seine Ernennung zum Oberstudiendirektor (OStD) durch Herrn Ruff, Referatsleiter beim Staatlichen Schulamt für den Rheingau-Taunus-Kreis und die Stadt Wiesbaden, zu feiern, kamen viele Gäste aus Kirche, Politik, Schulverwaltung und der gesamten Schulgemeinschaft.

Ein Gottesdienst im Zeichen der Gemeinschaft

Die Feier begann mit einer Wort-Gottes-Feier in der Schulkapelle. Geleitet wurde sie von Prof. Dr. Hildegard Wustmans, der Bischöflichen Bevollmächtigten von Bischof Georg Bätzing im Bistum Limburg. Im Mittelpunkt stand eine Stelle aus dem Matthäusevangelium (Mt 19,27–29). Petrus fragt Jesus: „Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?“ Jesus antwortet, dass die, die ihm nachfolgen, einmal auf zwölf Thronen sitzen werden. Wer um seinetwillen alles zurücklässt, wird das Hundertfache erhalten.

Es geht in dieser Stelle um Gemeinschaft: um Menschen, die sich zusammentun, einander vertrauen und einen gemeinsamen Weg gehen. Ein Bild dafür kennen viele aus „Der Herr der Ringe“. Im Rat von Elrond finden Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft zusammen, und so entsteht die Gemeinschaft des Ringes. Keiner von ihnen könnte die Aufgabe allein bewältigen, gemeinsam aber wachsen sie über sich hinaus. So versteht sich auch eine Schulgemeinschaft.

Die Amtseinführung stellte das Wirken von Jochen Doufrain unter Gottes Segen. Sie markierte dabei keinen Neuanfang bei null. Gesegnet wurde eine gute Arbeit, die er längst begonnen hat und die er nun mit neuer Kraft fortsetzt.

Symbolische Gaben für den neuen Schulleiter

Mit Segensworten erhielt Jochen Doufrain mehrere symbolische Gaben. Überreicht wurden sie in einem Pilgersack, der an einem Pilgerstab hing. Das Bild erinnert an die heilige Ursula, die Namenspatronin der Schule. Der Legende nach pilgerte sie nach Rom, und auch auf dem Titelbild des Festprogramms ist sie mit Stab und Beutel zu sehen. Der Pilgerstab steht für Halt und Stütze auf einem langen Weg. Er erinnert daran, dass niemand ein Amt allein trägt, und daran, dass eine Schule immer unterwegs bleibt, im Vertrauen darauf, dass Gott den Weg mitgeht.

Im Pilgersack befanden sich:

  • eine Kerze als Zeichen für Hoffnung und Licht
  • Gewürzsalz: Ein einzelnes Salzkorn ist klein und kaum wahrnehmbar, und doch kann es den Geschmack des Ganzen verändern. Genauso machen im Schulalltag oft die kleinen Dinge den Unterschied: ein ermutigendes Wort, ein offenes Ohr, ein Lachen, Klarheit im richtigen Moment oder der Mut, Verantwortung zu übernehmen. Dazu der Wunsch: „Mögen Sie gemeinsam mit uns unserer Schule Geschmack geben und sie für viele Menschen zu einem Ort des Lernens und Wohlfühlens machen.“
  • Samen als Zeichen dafür, dass sein Wirken Früchte trägt und sich vermehrt, damit auch künftig viele Schülerinnen und Schüler den Weg an die St. Ursula-Schule finden
  • das Kleine Eberbacher Kreuz als christliches Symbol und Zeichen der Verbundenheit mit der Region
  • das Buch „Worte der Liebe“ von Angela Merici, der Gründerin des Ursulinenordens, als Zeichen für die ursulinische Tradition, die unsere Schule prägt. 

 

Große Worte, große Musik

Anschließend ging es in die Aula zur akademischen Feier. Die Big Band eröffnete sie schwungvoll mit „Gonna fly now“. Stephan Behr, Geschäftsführer der St. Hildegard-Schulgesellschaft mbH, begrüßte die Gäste. Die Laudatio hielt Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke, Bereichsleiterin Pastoral & Bildung im Bischöflichen Ordinariat Limburg und Aufsichtsratsvorsitzende der Schulgesellschaft.

Danach überbrachten viele Gäste ihre Grußworte:

  • Olaf Ruff vom Staatlichen Schulamt
  • Landrat Sandro Zehner
  • Bürgermeister Christian Aßmann
  • Sr. Brigitte Werr osu vom Ursulinenkonvent St. Joseph

Aus der Schulgemeinschaft sprachen:

  • Axel Noeske für den Schulelternbeirat
  • Emilia von Rauner und Georgia D’Oria für die Schülerinnen und Schüler
  • Verena Gottwald für die Mitarbeitendenvertretung
  • Dr. Henrike Zilling für die Schulleitungen der St. Hildegard-Schulgesellschaft

Wie könnte es bei einem Chorleiter anders sein: Die Musik bildete das Herz des Tages. Big Band, Klassik-Ensemble und Chor spielten gemeinsam „Little Blue“. Mathis Bösel, Leon Kober, Yannik Werner und die Uschi Voices sangen „Hier gehör‘ ich hin“. Der Titel passte wunderbar zu einem Schulleiter, der in dieser Schulgemeinschaft seinen Platz gefunden hat.

In seiner Ansprache wandte sich Jochen Doufrain dann selbst an die Festgemeinde – wie üblich in sehr humorvoller Weise. Zum Abschluss erklang „Joyful, joyful“, und selten war ein Schlusslied so passend. Bei einem Imbiss vor und im Bistro der Schule klang der Tag in fröhlicher Runde aus.

Herzlichen Dank

Ein so schönes Fest gelingt nur, wenn viele mithelfen. Unser Dank gilt allen Rednerinnen und Rednern und Prof. Dr. Hildegard Wustmans. Wir danken auch Senta Schneider und Lena Sickold für die Moderation. Ein großer Dank geht an die Musikensembles unter der Leitung von Thomas Bachmann und Volker Bender sowie an Lisa Mierke. Wir danken außerdem der Licht- und Ton-AG, dem Bistro-Team, dem Organisationsteam, den Gestalterinnen und Gestaltern der Einladung sowie der Technik.

Lieber Herr Doufrain, die ganze Schulgemeinschaft wünscht Ihnen Gottes Segen, viel Kraft und Freude für Ihre Aufgabe. Wir freuen uns darauf, diesen Weg mit Ihnen gemeinsam zu gehen!

Kontakt

St. Ursula-Schule Geisenheim
Rüdesheimerstr. 30
65366 Geisenheim

Sekretariat: 06722 960710
sekretariat@st-ursula-schule.de